Warum Arme ärmer und Reiche reicher werden
Zinsen belasten die Volkswirtschaft. Ein Unternehmen, welches sich Geld leiht, legt die Kosten für diesen Kredit auf die Preise um. Das heißt, jeder Käufer zahlt über den Preis Zinsen mit. Der Zinsanteil in den Preisen beträgt inzwischen ca. 30%, Tendenz steigend. In den Steuern beträgt der Zinsanteil derzeit bereits über 20%, weil der Staat über 20% seiner Steuereinnahmen als Zinsen wieder ausgibt. DEINE STEUERN! Für die Reichen! Natürlich wachsen diese Zinskosten ebenfalls immer mehr, je mehr Schulden der Staat macht. Wundert es uns also noch, daß der Sozialstaat demontiert wird?
Das, was unsere Volkswirtschaft produziert ist wie ein Kuchen zu betrachten, der aufgeteilt wird. Das eine Stück erhalten die, die ihre Arbeitskraft bereitstellen, das andere die, die ihr Geld für Investitionen bereitgestellt haben und darauf Zinsen erwarten. So weit ist dieser Vorgang völlig normal und auch in Ordnung, Volkswirtschaftler nennen diese zwei Einkommensarten "Arbeitseinkommen" und "Kapitaleinkommen". Menschen sparen aber ständig Geld, vor allem jene, die so wohlhabend sind, daß sie ihre Einkommen gar nicht verkonsumieren können. Wenn immer mehr Geld gespart wird, auf das man Zinsen erwartet, so werden die Kapitaleinkommen immer größer. Deshalb schreien unsere Politiker nach mehr Wachstum: Denn nur wenn der Kuchen im Ganzen wächst, den man verteilen kann, so wird niemand schlechter gestellt als zuvor. Nur ist die wirtschaftliche Situation so, daß der Kuchen nicht mehr wächst. Aber die Kapitaleinkommen wachsen weiter. Was passiert, wenn ein Kind ein immer größeres Stück vom Kuchen abhaben will? Das andere Kind bekommt weniger Kuchen. Im Fall der Wirtschaft heißt das: die Arbeitseinkommen müssen zurückgehen, damit die Kapitaleinkommen steigen können. Arbeitseinkommen sind vor allem Löhne. Fazit: Der Zins erzwingt ein Sinken der Löhne oder er rationalisiert Arbeitsplätze weg. Denn jeder Arbeitnehmer, der nicht mehr bezahlt werden muß, verkleinert natürlich die Arbeitseinkommen und läßt somit mehr Kuchen für die Kapitaleinkommen. Killerzins.de dokumentiert, wie der Arbeitsplatzverlust immer weiter voranschreitet - als Ergebnis der Umverteilung durch den Zins.
